Wind blies nur bis zur 48. - intern gab es deutliche Worte

Der Wind blies nur bis in die 48. Minute, auf die unerwartete und absolute Flaute folgte. Glanzvoll war sie, die erste Halbzeit gegen die Werkself aus Leverkusen, weit aus höher hätte man führen müssen. Und in der 3. Minute der zweiten Halbzeit gab es letztmalig die Möglichkeit, die 1:0 Führung auszubauen. Aber gleich drei Borussen fühlten sich in der Szene nicht in der Lage, einfach mal drauf zu semmeln.


Auf der heutigen Pressekonferenz äußerte sich Trainer Dieter Hecking u.a. zur vielleicht jüngsten Doppelsechs Borussias, bestehend aus Denis Zakaria und Michaël Cuisance: „In der ersten Hälfte haben die beiden sensationell gespielt, natürlich auch mit viel Euphorie, gerade Micka, der sehr umtriebig ist, das war in der 2. Halbzeit vielleicht zuviel Umtriebigkeit, weshalb ich ihn auch ausgewechselt habe. Er ist noch jung, und muss noch lernen, den richtigen Rhythmus für ein Spiel zu bekommen. Beim Denis ähnlich. Er ist fantastisch hier angekommen und macht viele Dinge jetzt schon richtig gut. Aber auch bei ihm war die Fehlerquote in der 2. Halbzeit zu hoch, wo er doch ein paar Ballverluste zu viel hatte als Sechser, die er in der Form nicht haben sollte. Aber das sind Dinge, die muss man diesen jungen Spielern auch zugestehen."


Zur Aufarbeitung des Spiels äußert sich Hecking weiter: „Nach außen werde ich meine Mannschaft immer schützen." Doch intern fielen seiner Aussage nach deutliche Worte, „nachdem was in der zweiten Hälfte abgelaufen ist. Das war mir zu sorglos. Es war zu viel Euphorie. Man hat gedacht, selbst beim Stand von eins drei: wir drehen das sowieso noch. Wir haben zu unbedarft gespielt. Das ist uns jetzt schon das zweite Mal passiert. Nach Dortmund habe ich noch gedacht, okay, das darf mal passieren. Aber wenn es das zweite Mal passiert, dann ist sicher auch der Punkt bei mir, wo ich sage: das kann man natürlich so nicht stehen lassen.“


Apropos stehenlassen: Im FanHaus spielte die Musik am späten Samstag Abend lauter und länger als sonst. Wir sind schon ein komisches Völkchen: wer sonst käme schon auf die Idee, gerade nach so einer Klatsche mit DJ Totti derart in die Verlängerung zu gehen. Gemeinsam lässt es sich wohl besser ertragen. Der Frustabbau, oder sagen wir besser die Verdrängung der Geschehnisse auf dem Platz, gelang zumindest für diese Stunden. Morgen geht es schon weiter, und es wartet im Pokal ein hartes Stück Arbeit auf unsere Mannen. Wollen wir hoffen, dass der Stellenwert des Pokalfights nicht nur bei unserem Capitano angekommen ist, der nach der Niederlage den Weg zur Fankurve suchte und fand.

 

Die Fortuna hat nach langer Zeit wieder Oberwasser und dominiert die 2. Liga. Florian Neuhaus ist in aller Munde bzw. dominiert seinerseits die heimische Presse. Auch von Borussia wird er intensiv beobachtet und steht laut Max Eberl „Stand heute" bereits als erster Neuzugang für die Saison 2018/19 fest. Jedoch, so Max weiter, „Er ist ein Spieler von Fortuna, und er ist morgen unser Kontrahent.“ Dieter Hecking findet, dass die Fortuna insgesamt einen sehr guten Kader hat. „Funkel rotiert  sehr viel, ohne dass die Leistung großartig nachlässt.... Sie sind ne Mannschaft, die sehr gut umschalten kann, die in gewissen Situationen aus einem guten Pressingverhalten heraus über Raman mit seiner Schnelligkeit sehr gut nach vorne spielt, Hennings nicht zu verachten, der natürlich auch den sofortigen Torabschluss sucht. Fink finde ich momentan herausragend, was er spielt. Weil er für diese Mannschaft, obwohl er 35 ist, einen hohen Stellenwert hat. Das sieht man bei jedem Spiel. Darüber hinaus machen sie es gemeinsam sehr gut: Sie sind sehr laufstark und haben ne Euphorie und Selbstvertrauen. Düsseldorf,“ unterstrich der Coach weiter, „sei in der jetzigen Verfassung eine Mannschaft, die auch in der Bundesliga Punkte holen würde. Und so muss man sie auch sehen." Also, auf zum Nachbar- schaftsduell!


Der Anstoß ist früh. Viele werden von der Arbeit aus nach Düsseldorf kommen und erst kurz vor dem Spiel am Stadion eintreffen. Lange Wartezeiten am Einlass sind vorprogrammiert. Wir empfehlen euch dennoch dringend, möglichst frühzeitig anzureisen, um die Einlassphase zu entzerren. Das Stadion öffnet zwei Stunden vor Spielbeginn, um 16.30 Uhr. Es gibt keine Asservatenkammer. Unser Infomobil findet ihr übrigens direkt hinter der Einlasskontrolle innerhalb der Umzäunung. Im Gästeblock wird kein Alkohol  ausgeschenkt.


Die Deutsche Bahn setzt zum Spiel in Düsseldorf einen Entlastungszug ein, der allerdings nur auf der Hinfahrt zur Verfügung steht: Abfahrt MG Hbf: 16.07 Uhr (Gleis 8), Ankunft Düsseldorf Flughafen: 16.32 Uhr, Weiterfahrt zum Stadion per Shuttle-Bus. Die Eintrittskarte zum Spiel berechtigt zur freien Fahrt (VRR, 2. Klasse). Weitere Infos zur Anreise sowie zu den Begebenheiten vor Ort findet ihr bei Borussias Fanbeauftragten.


An alle, die keine Karte ergattern konnten: Im FanHaus besteht die Möglichkeit, mit der Borussia gemeinsam zu fiebern. Wir öffnen für euch um 17:30 Uhr.