Unsere Pressemitteilung zum heutigen Beschluss der DFL

Der FPMG Supporters Club e.V. (FPMG) – Mönchengladbachs einzige von Borussia anerkannte Dachorganisation aller Fans – ist entsetzt über die getroffenen Beschlüsse bei der Mitgliederversammlung der DFL. Insbesondere der allgemeine Verzicht der Vereine auf ein Kartenkontingent der jeweiligen Gastmannschaft löst beim FPMG Verärgerung und Wut aus.

 

 

„Ein Auswärtsspiel macht den Sympathisanten zum Fan. Es ist das Größte, die Farben Schwarz, Weiß und Grün durch Deutschland und Europa zu tragen. Das Verbot von Gästefans bis zum Jahresende bedeutet die temporäre Amputation der Fanseele. Wir können und wollen diese inakzeptable Lösung so nicht mittragen“, so FPMG-Sprecher Michael Weigand als Reaktion auf die Beschlüsse der DFL vom heutigen Nachmittag. Die Mitgliederversammlung der DFL hatte ein Alkoholverbot und ein Betretungsverbot für Stehplätze bis Ende Oktober, sowie eine Personalisierung der Eintrittskarten und den Verzicht der 36 Profivereine auf ihre Gästekontingente bis Jahresende beschlossen.

 

„Der Ausschluss der Gästefans erschließt sich mir nicht. Wenn die Rückkehr der Fans ins Stadion nur unter wirtschaftlichen Aspekten betrachtet wird und die Leidenschaft für den Verein nicht gefördert wird, verfehlen die Konzepte eine glaubwürdige Akzeptanz bei den Fans“, so der FPMG-Vorsitzende Thomas Ludwig. Man gehe davon aus, dass alle getroffenen Maßnahmen temporär für die Zeit der pandemischen Situation durch das Corona-Virus gelten. Danach müsse es umgehend zu einer Rückkehr der Situation vor Corona kommen. „Andernfalls ist sowohl die in Deutschland über Jahrzehnte gewachsene Fankultur als auch das dauerhafte Mitmachen der Anhänger ernsthaft in Gefahr“, so Ludwig.

 

Das FPMG erkennt selbstverständlich die Notwendigkeit für Einschränkungen in einer pandemischen Situation an. Die fehlende Nachvollziehbarkeit sowie die Unmöglichkeit einer Hygienedistanz auf Stehplätzen gehören zu den Gründen, warum man das temporäre Verbot von Stehplätzen zähneknirschend akzeptiere. „Wenn ich mir aber die nahezu ungehinderten Reisetätigkeiten quer durch Europa, vor allem auch in pandemisch besonders aktive Gebiete beispielsweise auf dem Balkan anschaue, sehe ich eher da Handlungsbedarf, als wenn man beispielsweise kontrolliert von Mönchengladbach nach Dortmund fährt“, so FPMG-Sprecher Weigand. Das FPMG werde auf Borussia einwirken, sich bei den nächsten Gesprächen mit der DFL für eine schnelle Wiederzulassung von Gästefans einzusetzen.