Alle in Weiß nach Nürnberg

Nahezu Unmögliches möglich zu machen spricht für eine besondere Leistung. Im Fußball spricht man dann gerne von einem Wunder, von einer magischen Nacht, wenigstens aber über eine große Überraschung. So geschehen unter der Woche in den Halbfinals der Champions League.

 

Aus alter Verbundenheit fieberten nicht wenige Borussen mit dem FC Liverpool. Darüber hinaus ist es zu begrüßen, wenn ganz oben in der Königsklasse ab und an mal ein paar andere Namen auftauchen als die sonst üblichen Verdächtigen. Doch machen wir uns nichts vor: auch hinter den Reds sitzt ein mächtiger Investor, der Möglichkeiten schafft, von denen etwa die Borussia nur träumen kann. Nimmt man die Europe League hinzu, so stehen in beiden Endspielen allein englische Mannschaften. Geld schießt irgendwann dann eben doch Tore. Im Gegensatz zu den Hopps und Mateschitz’ dieser Welt spielen auf der Insel Investitionen in einen Fußballclub seit jeher eine große Rolle. Ohne dies nun gutzuheißen: britische Fußballklubs gehörten im Gegensatz zu den Vereinen in Deutschland, deren Mitglieder ein Mitspracherecht haben, schon immer irgendjemandem. Den netten Fabrikanten aus der Nachbarschaft sind nun allerdings Investoren aus den USA, Magnaten aus Russland und Scheichs gefolgt, zum Teil auch recht obskure.


Zurück zu uns der aktuellen Situation: die Spiele in den europäischen Wettbewerben haben noch eine ganz andere Dimension und Wirkung. Sie zeigen uns: Unvorhersehbares und Unberechenbares passiert, und das ist gut so. Denn es ist gerade das, was den Fußball insgesamt ausmacht, und weshalb nicht wenige von uns eine besondere Leidenschaft mit dem runden Leder verbindet. Dazu paart sich der Mut, der Kampf und der unbedingte Wille, das Unmögliche denn doch möglich zu machen: all das wünscht man sich, vor allem auch dann, wenn es sportlich mal nicht so läuft. Eine Niederlage ist verschmerzbar, wenn man gesehen hat, wie das eigene Team zumindest alles probiert hat. Und noch während des Spiels? Selbst ein Grottenkick kann seine eigene Dynamik entwickeln, kann den berühmten Funken generieren, der auf die Ränge hinüberspringt.


So geschehen beim letzten Heimspiel gegen die Elf von D. Hopp. Mit ganz viel Dusel gelang der Borussia ein Unentschieden, und trotz der katastrophalen Leistung der Mannschaft v.a. in Halbzeit eins, waren wir Fans da, sobald wir merkten, auch unsere Jungs wollen. So wird es auch in Nürnberg sein. Denn wir wollen nach Europa. Gemeinsam müssen wir also noch einmal richtig Vollgas geben. Und die Voraussetzungen sind gegeben: Das Spiel ist ausverkauft.  An die 10.000 Borussen werden im Frankenland erwartet. An alle, die vor Ort sein werden: Zur optischen Unterstützung findet das Auswärtsspiel unter dem Motto „alle in Weiß nach Nürnberg“ statt. Zieht Euch also etwas Entsprechendes an! Der Optik sollte bei entsprechender Leistung auf dem Platz dann auch die adäquate Akustik folgen. Ein beeindruckender Support im Max-Morlock-Stadion kann all das Negative der vergangenen Wochen in den Hintergrund rücken lassen. Nach den unnötigen Irrungen und Wirrungen bei und nach den Spielen in Stuttgart und am Samstag im BORUSSIA-PARK haben unsere Jungs dann hoffentlich auch begriffen, dass wir bei entsprechendem Einsatz hinter ihnen stehen. Es ist vielleicht ihre letzte Chance, die Aufgabe Europa zu meistern.


Wer mit dem Zug am Hauptbahnhof Nürnberg ankommt, wird von der Bundespolizei in die U-Bahn Linie 1 in Richtung Langwasser-Süd geführt. Die Eintrittskarte berechtigt vor und nach dem Spiel zur Nutzung der U-Bahn. Ausstieg ist dann an der Station „Messe“. Danach geht es über den Messeparkplatz in Richtung Große Straße, von wo der Fußweg zum Gästebereich des Stadions ausgeschildert ist. Der Laufweg von der U-Bahn zum Gästeeingang des Stadions beträgt ca. 15 Minuten. Die Große Straße ist auch für die Gäste-PKWs und – Busse vorgesehen. Der Parkplatz ist ab der Autobahn (Kreuz Nürnberg oder BAB-Ausfahrt N- Fischbach) über das Verkehrsleitsystem beschildert. Einfach der Beschilderung „Gäste“ folgen. Umweltplaketten werden nicht benötigt. Für Borussiafans gibt es 3 verschiedene Eingänge: Fans in den Blöcken 25 a-d kommen über den Eingang „Süd-Ost“ rein, 27 und 29 über „Süd“, Block 34 über „Haupttribüne“. Kleinere, übersichtliche Rucksäcke oder auch Gürteltaschen dürfen mitgeführt werden. Größere Rucksäcke oder Taschen müssen am Gästeeingang abgegeben werden (begrenzte Kapazität).


Im Hauptbahnhof Nürnberg und den angrenzenden städtischen Flächen herrscht übrigens ein Alkoholverbot. Im Gästebereich des Stadions wird dafür Vollbier ausgeschenkt. Es kann bar bezahlt werden. Borussisfans treffen sich vor dem Spiel gegen die Cluberer traditionell in der Gaststätte „Zeppelinsfeld“. Sie hat einen Biergarten und befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Gästebereich zwischen den Schrebergärten. Außerdem könnt Ihr gerne am InfoMobil des FPMG in der Nähe des Gästeeingangs vorbei schauen. Wir haben auch noch ein paar T-Shirts und Jacken in weiß dabei. Bitte beachtet die Infos der Fanbeauftragten der Borussia!


Allen Borussen aus nah und fern und von überall her wünschen wir eine gute und sichere An- wie Rückreise! Auf geht’s ins Frankenland – alle in weiß!