Der FPMG Supporters Club ist nicht mehr Bestandteil der “IG Unsere Kurve”

Der FPMG Supporters Club hat zum Jahreswechsel die IG Unsere Kurve (UK) verlassen. Diese Entscheidung wurde am vergangenen Wochenende offiziell der IG UK mitgeteilt.

Die Hintergründe dieser Entscheidung sind vielfältig:


Zum einen wurde bereits seit Längerem die aktive Mitarbeit bei UK aufgrund unserer internen Neuausrichtung (FPMG / De Kull) stark reduziert. Dennoch wurden die UK Aktivitäten im Hintergrund mit großem Interesse begleitet, genauso wie alle anderen übergeordneten Aktionen wie z.B. aktuell die der „Fanszenen Deutschlands“. Möglicherweise aus der Situation heraus, das ganze Geschehen mehr von außerhalb betrachten zu können, ist in den letzten Wochen folgende Erkenntnis gereift: Als wir 2005 die „IG Unsere Kurve“ offiziell mit ins Leben gerufen haben, war unser Ansatz, mit starken lokalen Fanorganisationen ein Lobby-Netzwerk aufzubauen, um die jeweiligen lokalen Aktivitäten bundesweit zu unterstützen. So wurde der frankfurter Vorstoß zur Reform der Stadionsverbotsrichtlinien genauso erfolgreich von UK unterstützt wie die Unterschriftensammlung von Hamburg zum Erhalt von 50+1. Dabei war es uns immer wichtig zu betonen, dass wir damit die Meinung der breiten Masse in der traditionellen Fankurve vertreten und keine „Randgruppen“-Politik betreiben. Außerdem sollte UK keine Konkurrenz zu ProFans darstellen, die eher die Anliegen der Ultragruppen bündelte.


Trotz der beschriebenen großen medienwirksamen Erfolge wurde dennoch UK-intern immer wieder häufig und viel auf den Tagungen diskutiert, was UK leisten kann und welche Themen wie zu besetzen sind. Der pure Zweck mit einem großen Netzwerk im Rücken Lobbyismus zu betreiben, aber den inhaltlichen Fokus in der jeweiligen lokalen Fanarbeit zu belassen, wurde von UK Vertreter anderer Vereine als nicht ausreichend betrachtet und somit immer wieder aufs Neue diskutiert... parallel sind bundesweite Aktionen wie seinerzeit „12:12” oder nun die „Die Fanszenen Deutschlands“ in einem solchen Netzwerk-Gedanken zum Erfolg gekommen.

Zum anderen besteht aktuell der Eindruck, als ob der „Fußball” überregional (DFB/DFL) den Blick nicht mehr auf die Fans richtet, die mit ihrer Leidenschaft „eh da” sind, sondern nur auf diejenigen, die „Stören”, und auf diejenigen, die mit Marketing-Strategien neu begeistert werden sollen. Deshalb werden die Gespräche mit UK und weiteren Fanvertretern im Rahmen der AG Fankulturen eher als Alibiveranstaltung wahrgenommen und nicht als Gespräche auf Augenhöhe, die sich um die Interessen der aktiven Fanszenen in den Stadien drehen. Somit ist die Entscheidung, die IG UK zu verlassen, auch damit begründet, nicht mehr Bestandteil dieser Alibiveranstaltung zu sein.


Positiv stimmt mich nach wie vor der Einfluss auf lokaler Ebene. Unsere Borussia hat verinnerlicht, wie wichtig die Stimme der Fanbasis für die Entwicklung des Vereins ist. Darauf konzentrieren wir uns nun weiterhin mit unserer Energie.

In diesem Sinne

Thomas Ludwig